Zum Vorwurf der Emotionalität

Horst Seehofer: „Es kann nicht sein, dass die einen für die Moral und die Menschlichkeit zuständig sind und die anderen für die Arbeit.“ – Alexander Burger antwortet zu Recht: „Es kann nicht sein, dass die einen für Moral und Menschlichkeit zuständig sind und die anderen der Meinung sind, das geht sie nichts an.“

Ein Gegensatz, der von der einfachen Facebookdiskussion bis zum öffentlichen CSU-Statement vor Kameras zu lesen und zu hören ist: Da seien auf der einen Seite die „naiven“ „emotionsgeladenen“ „Gutmenschen“ – damit sind wir gemeint, die Flüchtlingen helfen, die Chancen eröffnen wollen, die zupacken, statt sich abzuwenden – und auf der anderen Seite die „rationalen“ „vernünftigen“ Politiker/Leute, die in sich Gedanken machen über die Zukunft und die weder naiv noch emotional seien.

Mit Verlaub, meine Herren (jaja, in der Mehrheit sind es Herren), aber: Mitgefühl und Vernunft schließen einander gar nicht aus. Wer ohne Moral und Menschlichkeit Politik macht, der macht’s verkehrt. Wer ohne Mitgefühl auf das Leid der Menschen antwortet, dessen Christentum ist Pharisäertum, dessen Politik ist Zynismus.

Humanitäte Hilfe – let’s call it Nächstenliebe – jetzt.

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