Sendlinger Straße endlich autofrei! Wir feiern!

Wir kämpfen seit Jahren dafür, dass es in München mehr Platz zum Leben statt für Autos gibt. Mit der autofreien Sendlinger Straße haben wir einen Schritt auf dem Weg zu einer menschenfreundlicheren Stadt getan. Das feiern wir am 11. August von 15 bis 18 Uhr. Am Infostand und auf dem grünem Sofa diskutieren wir über alternative Verkehrskonzepte; mit Kicker, Glücksrad, Kinderspielen und Eistee erobern alle gemeinsam die Straße von den Autos zurück. Seid dabei! Und dann dranbleiben: Die Sendlinger Straße muss dauerhaft Fußgängerzone bleiben und andere Teile der Innenstadt sollten möglichst bald folgen, zum Beispiel der komplette Odeonsplatz oder der Max-Josephs-Platz.

Jetzt geht’s lohos: Da bin ich dabei :)

Es ist noch etwas hin, aber wer sich bei den Grünen engagieren will (und eher noch am Anfang im politischen “Geschäft” ist), der sollte sich den 19. November vormerken. Dann nämlich wird “Jetzt gehts lohos!”, der Auftakt des Mitgliederförderprogramms Grüne Zukunft, nachgeholt*. Ich freue mich besonders, dass ich gemeinsam mit der wunderbaren Julia Post das Seminar “Mein Projekt – Idee finden, Projekt stemmen” anbieten kann. Das wird toll! Der Bezirksverband Oberbayern zeichnet für das Mitgliedsförderungsprogramm verantwortlich, die Auftaktveranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Katharina Schulze, MdL, und wird moderiert von unserer grünen Münchner Stadträtin Katrin Habenschaden.

*Der ursprüngliche Termin war der Tag nach dem OEZ-Amoklauf, die Veranstaltung wurde daher verschoben.

Stadtteilspaziergang des OV Zentral

13902711_1164786593578757_4975023091830946999_nBei strahlendem Sonnenschein waren wir vom OV Zentral heute auf Tour in der Isarvorstadt. Gemeinsam mit unserem Fraktionsvorsitzenden im Landtag Ludwig Hartmann ging’s vom Gärtnerplatz aus an der Isar entlang, am inexistenten Klenzesteg (“Wie Sie sehen, sehen Sie nichts”) vorbei ins Dreimühlenviertel und schließlich auf ein Radler in den Viehhof-Biergarten. Geführt von Benoît Blaser und Christoph Schröder haben wir Probleme analysiert, Lösungsansätze kennengelernt und diskutiert und natürlich unser schönes Viertel genossen.

Läuft hier was verkehrt? Die neue GRETA ist da!

13738352_10154289704921963_5601552004860955710_oLäuft hier was verkehrt? – Unsere Titelfrage ist natürlich rhetorisch. Denn dass rund um das Thema Mobilität in München und darüber hinaus so einiges ver-kehrt läuft, ist mehr als offensichtlich. Im negativen Sinne am beeindruckends- ten: Der schlichte Stillstand. Denn statt endlich anzupacken (bekanntlich könnte zum Beispiel die Tram-Westtangente einfach beschlossen und gebaut werden, die Pläne sind in der Schublade), blockieren sich Schwarz und Rot gegenseitig und nichts geht voran. Auch die Staatsregierung scheint sich aufs Aussitzen spezialisiert zu haben und packt nichts an. So gibt es nicht einmal zweitbeste oder schlechte Antworten auf Münchens Verkehrsprobleme – sondern einfach gar keine.

Anhand einiger Beispiele widmet sich die neue GRETA der Herausforderung Mobilitätswende. Bernadette-Julia Felsch und Markus Büchler beschäftigen sich zum Beispiel damit, ob das Label „Radlhauptstadt“ überhaupt (noch) eine Berechtigung hat und was nötig wäre, damit München den Titel mit Stolz tragen kann. Außerdem berichten sie von einer wunderbaren Alternative zu Autobahnen und Bahnverbindungen: Radschnellwege! Da können wir vom Ruhrgebiet lernen.

GRETA machen macht Spaß – GRETA lesen hoffentlich auch. Hier gibt’s das ganze aktuelle Heft GRETA August 2016: Läuft hier was verkehrt? Verkehr und Mobilität online.

Das Münchner Kindl weint …

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Es waren bange Stunden, die in der Gewissheit enden, dass zehn – überwiegend noch sehr junge – Menschen ihr Leben verloren. Ein Terroranschlag war es wohl nicht, eher eine Art Schools Shooting. Ich trauere um die Getöteten, mein Mitgefühl gilt den Verwundeten, den Überlebenden – vor allem aber den Eltern, Geschwistern, Freundinnen und Freunden der Toten.

Für katholisch.de habe ich ein paar Eindrücke aus München nach den Morden im und am Olympia-Einkaufszentrum aufgeschrieben: Das Münchner Kind weint.

Ein junger Mann dreht durch und wird zum Amokläufer. Während Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste ihre Arbeit tun, während Menschen einander helfen, fangen schon die ersten an zu geifern und meinen, gegen Geflüchtete und Zugewanderte hetzen zu müssen. Heute, an einem wundervollen sonnigen Tag, hält München inne, trauert um die Toten – die meisten sind Jugendliche. Nur die unverbesserlichen, ewiggestrigen Menschenverächter gehen an der Münchner Freiheit auf die Straße und brüllen ihre bösen Parolen. Schön, dass die Kirchenglocken die Nazis übertönen. Bim bam ding dong.