Papa kann das

Ich bin jetzt mal weg. Irritierend ist, dass selbstverständlich davon ausgegangen und formuliert wird, dass es für meinen Mann eine besondere Herausforderung sei, also eine viel größere als es umgekehrt für mich wäre, ein paar Tage mit dem Kind allein zu sein. Da wird ein bisschen spöttisch gelacht und sowas gesagt wie „da siehst du mal wie das ist“, manche fragen, ob ich ihn denn „gut instruiert“ habe (Hallo??? Er ist der Vater???), andere bemerken auf ein „Nö, das ist kein Ding“ erklärend: „Naja, aber *normalerweise* kümmerst *du* dich ja mehr“ (Nein. Schon diese Annahme ist falsch. De facto ist es tatsächlich eher umgekehrt, wenngleich wohl noch einigermaßen ausgeglichen.)

Traut den Väter mehr zu, liebe Leute, zwingt sie nicht zu erklären oder gar zu rechtfertigen, dass sie wickeln, kitzeln, spielen, füttern, kochen und ein Kind ins Bett bringen können.

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